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Schawuot und das Pfingstfest – Bedeutungen und Verbindungen


Schawuot: Das Wochenfest
Am Abend des 11. Juni beginnt das jüdische Wochenfest Schawuot, das an die Offenbarung Gottes am Berg Sinai und den Empfang der Tora erinnert. Schawuot, das sieben Wochen oder 50 Tage nach Pessach gefeiert wird, ist auch als Erntedankfest bekannt. In der Tempelzeit war es ein Wallfahrtsfest, bei dem das ganze Volk nach Jerusalem pilgerte, um die Erstlinge ihrer Ernte darzubringen und gemeinsam zu feiern.
Heute wird Schawuot weltweit in Synagogen gefeiert. Während des Gottesdienstes wird die Offenbarung am Sinai mit den Zehn Geboten verlesen, und die Synagogen und Wohnungen werden mit frischem Grün und Blumen geschmückt. Viele Juden studieren die ganze Nacht über die Tora, um ihre Dankbarkeit auszudrücken.


Pfingsten: Die Ausgießung des Heiligen Geistes
Pfingsten, das christliche Fest, das ebenfalls 50 Tage nach Ostern gefeiert wird, erinnert an die Ausgießung des Heiligen Geistes. Laut der Apostelgeschichte (Kapitel 2) erhielten die Jünger Jesu den Heiligen Geist mitten in die Feierlichkeiten zu Schawuot in Jerusalem. Diese Ausgießung des Geistes war ein bedeutsames Ereignis, das den Jüngern eine neue geistige Kraft verlieh.
In der jüdischen Tradition wurde bereits die Ausgießung des Geistes Gottes erwartet, wie in den Prophezeiungen von Hesekiel und Jeremia beschrieben. Diese Prophezeiungen sprechen von einer inneren Erneuerung durch den Geist Gottes, der die Herzen der Menschen mit der Tora in Einklang bringt.


Die Bedeutung für Juden und Nichtjuden
Während das Pfingstereignis ursprünglich den jüdischen Gläubigen galt, zeigt die Apostelgeschichte, dass der Heilige Geist auch Nichtjuden gegeben wurde. Dies verdeutlichte, dass die erlösende Kraft Jesu und die Wirkung des Heiligen Geistes für alle Menschen zugänglich sind. Der Prophet Joel hatte vorausgesagt, dass der Geist Gottes auf „alles Fleisch“ ausgegossen wird, was nun Wirklichkeit geworden war.


Die Verbindung zwischen Tora und Heiligem Geist
Die Tora und der Heilige Geist sind eng miteinander verbunden. Die Tora ist der Ausdruck des göttlichen Willens und gilt als „heilig, gerecht und gut“ (Römer 7,12). Sie transformiert die Herzen der Gläubigen und beeinflusst ihr moralisches und ethisches Verhalten. Der Heilige Geist unterstützt diese Transformation, indem er die Lehren der Tora in die Herzen der Menschen schreibt.
Diese Verbindung zeigt, dass Christen die Tora nicht ignorieren sollten. Zwar gelten bestimmte Gebote, wie die Speisegesetze und Tempelordnungen, speziell für Israel, doch die ethischen und moralischen Weisungen betreffen alle Gläubigen. Paulus betont in Römer 8,1-4, dass das Leben im Geist mit der Einhaltung der Tora einhergeht.


Ein Grund zur Freude

Pfingsten markiert auch den Beginn der messianischen Bewegung, bei der Jesus die „Erstlinge“ – die ersten gläubigen Juden – Gott darbringt. Diese Erstlinge sind die Anfänge eines erneuerten Israel und ein Grund zur Freude. Das Ausgießen des Heiligen Geistes an Schawuot war kein Zufall, sondern ein symbolträchtiger Akt an einem Fest, das bereits die Tora und die Ernte feierte. Durch die vielen Festpilger in Jerusalem verbreitete sich das Evangelium schnell, und Tausende empfingen den Heiligen Geist, was eine neue Ära einleitete.
Schawuot und Pfingsten sind tief miteinander verbundene Feste, die die Bedeutung der Tora und des Heiligen Geistes hervorheben. Beide Feste erinnern an die Offenbarung Gottes und die Erneuerung der Herzen der Gläubigen. Sie bieten Anlass zur Dankbarkeit und zur Feier der göttlichen Weisung und Führung in unserem Leben.

 

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